Warren Buffett

„Die Börse ist ein Gerät, um Geld von den Ungeduldigen zu den Geduldigen zu transferieren. Insider zu sein bedeutet, Geduld zu haben, bis sich das Wissen auszahlt.“

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Aktueller Insiderreport

  • Anthropic IPO am 7.11. – Porsche stark / Mercedes schwach – 17% Index-Sturz nach Brasilien Wahl – Meta sammelt 90 Mrd. USD ein – US-Konsum-Sektor schwächer (Whirlpool unter Druck)

    Liebe Leser,

    die MEGA-News lassen nicht nach! Diese Woche ist das „Champions-League“ Finale an der Wallstreet. Die Creme de Creme rückt mit ihren Quartals-Zahlen heraus und dann ist am Mittwoch-Abend noch die Notenbank-Sitzung der FED. Für die jetzige Sitzung wird eine unveränderte Entscheidung am US-Zinsmarkt erwartet. Aber wie immer ist der Ausblick entscheidet, und liegt die Marktwette bei 75%, dass im Dezember die Zinsen noch einmal angehoben werden. In Moskau findet ohne Beachtung im Westen aktuell das große Russland-Afrika Summit statt. In Israel wird gewählt und die aktuelle Hochrechnung zeigt ein uneinheitliches Bild mit keinem klaren Sieger. In Brasilien führte die überraschende Wende im Wahlkrimi vom führenden Bolsonaro (Konservativ) zum Sieger Lula (Links) zu einem reinen Massaker an der Börse. Der brasilianische Aktienmarkt rutschte um 14% am Montag ab. Parallel hat der Richter des obersten Gerichts dem konservativen Kandidaten Bolsonaro den Pass abgenommen. Hierzu empfehle ich jenen, die meinen Premium-Account vom www.swissmonday.de noch nicht haben, meine letzte Ausgabe über den „Modernen Sozialismus“ zu lesen.

    Doch jetzt zu den bisherigen Ereignissen. Zum Börsenstart am Montag hat Anthropic sein IPO für den 9.November 2026 bekanntgegeben und die Unterlagen bei den Behörden eingereicht. Federführend begleiten Goldman Sachs und Morgan Stanley den Börsengang. Beim „Fundraising“ sind zudem JP Morgan, Citigroup und Barclays eingebunden. Zum Redaktionsschluss ist weder die Bewertung noch Preisspanne bekannt. Das Ziel der Marktkapitalisierung wird vorbörslich auf 1,5 bis 2 Billionen US Dollar geschätzt. Auch Meta greift tief in die Investoren-Taschen und will mit der Ausgabe neuer Aktien (durch neue Gattung) 95 Milliarden US Dollar für weitere Investitionen einsammeln. Alles gepaart mit dem Rekord-IPO von SpaceX aus Anfang 2026 mit ebenfalls über 1 Billion US Dollar und den zusätzlich eingesammelten Unternehmens-Anleihen aus dem KI-Spektrum wie Oracle, Softbank, Micron, etc. kann man durchaus etwas skeptisch auf die Liquidität der großen Bank-Institute blicken. Es herrscht aber Euphorie, denn offensichtlich reißt die Investitionsbereitschaft für den KI-Sektor nicht ab. Dies zeigt auch der Stellenabbau von 60.000 Arbeitsplätzen bei Microsoft, der durch Einsatz von KI begründet wird.

    Wir müssen dennoch die Relationen der US-amerikanischen KI-Investitionen im Vergleich zu Staaten und deren BIP setzen. Im Vergleich: DEUTSCHLAND hat im letzten Jahr 2025 eine gesamte Wirtschaftsleistung von ca. 4,4 Billionen US Dollar erwirtschaftet. Immerhin zählt Deutschland noch immer zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Allein Nvidia hat eine Marktkapitalisierung von über 5 Billionen US Dollar. Bleiben wir kurz in Deutschland: Porsche hat ein akzeptables 3.Quartal veröffentlicht und hält an den Aussichten fest. Audi hat am Wochenende in den USA mit dem Bau einer neuen Fabrik und Investition von 4 Milliarden US Dollar bekannt gegeben. Es gibt zumindest den Anschein, dass sich die deutschen Autobauer langsam aber sicher aus der EU-Schlinge ziehen. Bei Mercedes dagegen ging es nach dem Ergebnis um über 3,3% abwärts. Die Gewinnmargen sind mit 2,5% auf ein extrem niedriges Niveau gefallen. Erwartet wurde zwischen 3 und 5%. Und dann ist auch noch der Ausblick „gekappt“ worden. BASF hat es mit seiner China-Fabrik erfolgreich vorgemacht. Das 3. Quartal ist besser als erwartet ausgefallen und die Erwartungen wurden angehoben. Leider hilft dies dem deutschen Standort wenig. Denn während die Investitionen im Ausland zunehmen, werden am deutschen Standort die Fabriken geschlossen. Eine Verschiebung, die sich bereits in den Stadtbildern vieler Citys sichtbar macht.

    Der Anstieg der Konsumenten-Preise zeigt jetzt erste Folgen. Whirlpool (Haushaltsgeräte-Geräte) wies ganz schwache Zahlen aus, Coca Cola lag nach dem Ergebnis leicht im Minus. Der Paket-Zusteller UPS hat dagegen seine Effizienz-Strategie ausgerollt und wurde beim Ergebnis zum Börsenstart mit einem leichten Plus belohnt.

    Wie geht’s an den Börsen weiter?

    In dieser Woche geht es noch heiß weiter. Heute ist die FED-Sitzung, die Europäische Zentralbank hat auch ihre Entscheidung und dann folgen die weiteren BIG-Techs mit Microsoft und Amazon. Darüber hinaus berichten auch PayPal, Ford sowie Intel und viele weitere. Also die aktuelle Phase hat es tatsächlich „in sich“. Denn nächste Woche geht es mit den Midterm-Wahlen in den USA weiter. In diesem Sinne sage ich einfach:

    bis bald!

    Ihr
    Rainer Hahn
    Chefredakteur

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