Gold mit starker Bewegung – Leopold Aschenbrenner verliert 45 Milliarden US Dollar – CXMT wird für USA zur Gefahr – SpaceX Mitarbeiter dürfen Aktien verkaufen – Deutsche Telekom stark
Liebe Leser,
in neuer Frische begrüße ich alle Leser nach meinem Kurzurlaub. Aber die großen Themen gehen auch im Urlaub nicht an einem Börsianer vorbei. Leopold Aschenbrenner hat seinen Milliarden-schweren Fonds mit den Aktien des Modewortes „Hyper Scalers“ und Chip-Werte in den Sand gesetzt. Es wäre jetzt übertrieben, wenn ich dies als erste große Gefahr bei den Hedgefonds für den Aktienmarkt bezeichnen würde. Allerdings könnten sich solche Ereignisse im Herbst und Winter häufen. Der Grund: die Aktienmärkte laufen heiß! – übrigens nicht in allen Bereichen, wie ich immer wieder im Premium-Bereich vom www.swissmonday.de aufzeige. Denn vor allem die Gold- und Silberminen sind nach der Korrektur sehr günstig. Welche Kursausschläge bei einem Anstieg vom Goldpreis bei den Minen-Aktien passieren, konnte man am Mittwoch sehen. Als Gold um rund 4% gestiegen ist, sind Aktien wie beispielsweise Barrick Gold um 8% gestiegen. Es zeigt die überproportionalen Reaktionen (übrigens in beide Richtungen, wie man bei der Korrektur im Gold- und Silberpreis gesehen hat).
Seit dem chinesischen Börsengang vom Chiphersteller CXMT stehen die US-Amerikaner vor einer weiteren Herausforderung im nächsten Hightech-Sektor, wo bislang die USA Weltmarktführer waren. Bereits bei der KI und Robotic ist China auf der Überholspur. Vor allem beim Preiswettbewerb qualitativ vergleichbar hochwertiger Hightech-Produkte gewinnen die Chinesen immer mehr Weltmarktanteile. Auch vor Trump haben auch andere US-Präsidenten Wirtschaftsprotektionismus betrieben. Doch unter Trump steht vor allem China im Visier. Ein Einfuhr-Verbot von chinesischen CXMT-Chips ist nicht mehr auszuschließen. Das ist natürlich ein Treppenwitz, weil zuvor US-amerikanische Chiphersteller wie Nvidia ein Export-Verbot nach China hatten. Also es ist ein heiteres Durcheinander, das sich auch in Kürze nicht auflösen wird.
SpaceX Angestellte können ihre Aktien verkaufen. Also die Haltesperre für Mitarbeiter erlischt am Freitag und somit ist es spannend, wie die Aktie nach dem Rekord-Debut auf potenzielle Verkäufe reagieren wird. Seit dem Börsengang ist die SpaceX Aktie ohnehin gefallen. Im Vorfeld gab es viele Diskussionen über die berechtigte Bewertung. Nun, am Ende entscheidet der Markt. Der Markt entscheidet aber auch über die Sektoren-Rotationen. Denn während der DAX in Deutschland ein neues Allzeithoch erreicht, liegt der Technologie-Index Nasdaq einige Prozente vom Allzeithoch entfernt. In meinem Urlaub habe ich mich mit einem eng befreundeten Fonds-Manager getroffen, der momentan sehr stark auf chinesische Aktien setzt. Sehr interessant, wobei es auch ein DAX-Unternehmen gibt, das ich in Kürze im Swiss-Monday (www.swissmonday.de) aufnehmen werde. Es gibt also immer Möglichkeiten an der Börse, die günstiger bewertet sind als der Durchschnitt. So war es immer und bleibt es auch. Doch der breite Markt erscheint mir einfach im Vergleich zu den Wachstumsraten (inflationsbereinigt) zu teuer.
Ansonsten ist die Berichtssaison weitestgehend abgeschlossen und somit ist auch in der Tat „Sommerpause“ bei den Börsen-Tickern der Welt. Aber die Welt dreht sich weiter und somit ist es an den globalen Finanzmärkten immer interessant. In Deutschland gab es bei Deutsche Telekom und der Commerzbank Halbjahresergebnisse, die deutlich besser ausgefallen sind. Auch bei Merck sprudeln die Gewinne (und die Aktie), während die Rüstungsaktie von Renk aufgrund eines neuen Großauftrags ein neues Allzeithoch erreicht. Der DAX sprüht vor Freude. Und es ist tatsächlich so: während die breite Masse im Mittelstand kämpft, jagen die DAX-Unternehmen von einem Rekordergebnis zum nächsten. Deshalb haben sich auch die Indizes LÄNGST von der Realwirtschaft – also der breiten Masse mit Ausnahme der Automobilhersteller – entfernt.
Zu guter Letzt: ich kenne viele Profi-Investoren mit unterschiedlichen Ansätzen. Darunter sind auch tatsächlich „verrückte Vögel“ wie ich. Ein Fonds-Manager aus der Schweiz schwört auf „Wellen-Theorien auf Horoskop-Ebene“. Kompliziertes Wort. Aber: für ihn ist klar: spätestens im September kommt eine ganz große Korrektur an den Aktienmärkten. Wer weiß schon, was in der Zukunft passiert. Aber in der Sommerpause wollte ich diesen Aspekt zum Schluss noch mit auf das „Brett“ bringen, weil ich auch Ideen aus meinem internationalen Netzwerk mit einbringen möchte.
Wie geht’s an den Börsen weiter?
Die Sommerpause ist auch bei den Börsen sichtbar. Die Handelsvolumen sind sehr gering und somit können auch Schwankungen mit relativ geringen Käufen und Verkäufen ausgelöst werden. Bei den Kriegen (Russland und Ukraine sowie USA / Israel gegen den Iran) hat sich nichts verändert. Auch die Ankündigungen auf Friedensgespräche und Hoffnung auf die Wiederöffnung der Straße von Hormuz hören nicht auf. Das lässt auch den Ölpreis entsprechend hoch und runter hüpfen. An dieser Stelle verweise ich nochmals auf meinen Premium-Service www.swissmonday.de, wo ich auch super günstige Aktien der künftigen High-Performer aus diesem Energie-Sektor vorgestellt habe und weiter begleite.
Ich wünsche ein erholsames Wochenende.
Ihr
Rainer Hahn
Chefredakteur
